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Psychiatrie-Erfahrene Eltern

Selbsthilfegruppe Psychiatrie-Erfahrene Eltern


Die SHG Psychiatrie-Erfahrene Eltern besteht seit Oktober 1999.
Sie ist offen für alle Eltern mit Psychiatrieerfahrung im weitesten Sinn, die sich austauschen wollen. Themen können sein: Ganz "normale" Fragen zur Kindererziehung und gesunder Ernährung, Erfahrungsaustausch über Hilfsangebote speziell für psychiatrieerfahrene Eltern, aber auch die üblichen Themen zur Krankheits- und Krisenbewältigung und natürlich  das allgemeine und entlastende "Jammern" über die Ungerechtigkeit der Welt. Zusätzlich ist diese Gruppe natürlich ein Forum, wo ohne Rücksicht auf Vorurteile offen gesprochen werden kann.

Unterstützt wird die Gruppe von dem SOS- Kinderdorf- Familienzentrum mit kostenlosen Räumlichkeiten und bei Büroarbeiten, z.B. bei der Herstellung von Flyern und Plakaten. Es kann auch die Beratung eines Familienpsychologen in Anspruch genommen werden, der sich auch für den telefonischen Erstkontakt zur Verfügung stellt. Auf das Geschehen innerhalb der Gruppe nimmt das Zentrum jedoch keinen Einfluß, so dass es sich tatsächlich um eine reine Selbsthilfegruppe handelt.

Ebenfalls unterstützt wird die Gruppe von den Münchner Psychiatrie-Erfahrenen, die bereits die Gründung der Gruppe mit vorbereitet haben, und ihre langjährigen Erfahrungen und Beziehungen zur Verfügung stellen, wenn die relativ kleine SHG  Hilfe braucht. Für die teilweise sehr zeitaufwendigen Beratungen  wird keine Gegenleistung erwartet..

Die SHG stieß überraschender Weise auf viel Zustimmung bei Profis, die mit psychiatrieerfahrenen Eltern zu tun haben, aber nur langsam bildete sich eine kleine Gruppe von 5 bis 8 Müttern heraus, die sich regelmäßig treffen, manchmal sind auch nur 3 Mütter bei den Treffen. Obwohl der geringe Zulauf zur Gruppe manchmal entmutigend war,  motiviert der Gewinn, den einzelne Mütter aus der Gruppe schon mitgenommen haben, zum Weitermachen.  Auch bei dieser kleinen Gruppe mit den sehr unterschiedlichen Erfahrungen hat sich bis heute schon eine ansehnlicher Wissensschatz zum Dschungel der Hilfsangebote angesammelt, der offensichtlich das Wissen mancher offizieller Beratungsangebote übertrifft und Neulingen zur Verfügung steht.

Frustrierend ist bisweilen die Machtlosigkeit gegenüber den Vorurteilen, die über psychiatrieerfahrenen Eltern bestehen. Die bisherige Erfahrung zeigt, dass diese Eltern mit ihrem Kind oder ihren Kindern oft relativ unbelästigt von offiziellen Stellen, auch unbelästigt von notwendigen Hilfsangeboten, leben können. Aber wird die Psychiatrie-Erfahrung einmal auffällig, so ist es weniger von den Fähigkeiten der Eltern und der Beziehung zu ihren Kindern abhängig, wie es weitergeht, sondern auch manchmal von den eher zufälligen Konstellationen, wie Pflegeeltern, die das Kind nicht mehr hergeben möchten, oder dem anderen Elternteil, der für das alleinige Sorgerecht kämpft. Es ist auch ein Anliegen unserer Gruppe, gegen Vorurteile anzugehen und die Chancen Psychiatrie-Erfahrener zu erhöhen, als Eltern akzeptiert zu werden, wie es das Grundgesetz verspricht. "Steter Tropfen höhlt den Stein" ist die Antwort, wenn die Gruppe sich selbst wegen der Vermessenheit dieses hohen Anspruchs fragt.

Die Gruppe trifft sich jeden 1. Dienstag im Monat um 19.00 Uhr und
jeden 3. Samstag im Monat um 15.00 Uhr.
Bei den Treffen am Samstag sind Kinder, Angehörige und Freunde ebenfalls herzlich willkommen.

Treffpunkt ist im SOS- Beratungs- und Familienzentrum
                           St.- Michael- Str.9
                           81673 München
                           U- Bahn  U2, Haltestelle Josephsburg


Bitte vorher Sissi kontaktieren:
Telefon: 089/ 43 172 98


 

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